Monat: November 2011

Die Portfolio-Arbeit

Die Portfolio-Arbeit

 

Definition

 

Portfolios in Form von Mappen sind in künstlerischen Fächern schon lange in Gebrauch. Ist aber ein Portfolio im Sprachunterricht etwas Anderes?

Interessante Informationen über das Portfolio in der Ausbildung habe ich in der folgenden Webseite der Universität Köln gefunden http://methodenpool.uni-koeln.de/portfolio/frameset_portfolio.html

Es ist heute schwierig, Portfolios genau zu definieren. Es gibt sehr verschiedene Arten von Portfolios, die je nach Zweck und Thema, Fach und Auswertungszusammenhang variieren. Verbreitet haben sich Portfolios seit Ende der 80er Jahre in einer sehr stürmischen Entwicklung zunächst in den USA. Unter den Stichwörtern „Portfolio“ oder „Portfolio Assessment“ findet man eine Fülle an Büchern, Zeitschriftenartikeln und Internetdarstellungen.

Ein Portfolio aber im Sprachunterricht könnte meiner Meinung nach wie folgt definiert werden: Ein Portfolio im Sprachunterricht ist eine vorsichtig ausgewählte Sammlung, in der Webseiten, Arbeitsergebnisse, Arbeitsprotokolle, Dokumente und alle Arten von Präsentationen zu einem konkreten Thema gesammelt, präsentiert und evaluiert werden. Es handelt sich um eine entwickelte Form des Autonomen Lernens, wo der Lernende im Rahmen eines Kurses und unter der Leitung (besser gesagt Koordination) der Lehrperson gezielt arbeitet, Ziele setzt, seine Ergebnisse präsentiert, sich evaluiert und dadurch sich kontinuierlich verbessert.

Portfolios sind in der Regel dabei immer sowohl produkt- als auch prozessorientiert. Es werden Produkte und Prozesse dokumentiert und reflektiert, die Bemühungen, Ergebnisse und möglichst Fortschritte von Lernern darstellen helfen.

Diese Methode als Lernform und authentische Evaluationsmethode hat in der letzten Zeit an Bedeutung gewonnen und wird in vielen europäischen Ländern eingesetzt. Das Europäische Sprachenportfolio hat dazu auch einen wichtigen Beitrag geleistet.

Eine weiterer Aspekt der Portfolio-Arbeit bezieht sich auf die Kommunikation zwischen dem Lehrenden und dem Lernenden. Ein Portfolio enthält Pflichtteile, die verfertigt und mit den Lehrenden besprochen werden müssen, und Wahlteile, die der sehr persönlichen Ausformung unterliegen, und bei denen der Lernende selbst entscheidet, was er in welcher Form somit aus der Hand gibt und mit wem er es bespricht. Das heißt, dass der Lernende nicht so frei ist. Ein Leitfaden muss vorhanden sein, und das soll vorher bei der Planung des Portfolios detailliert besprochen werden. Denn es versteht sich nicht von selbst, dass der Lernende in der Lage ist, mit demokratischen Methoden zu Recht zu kommen. Solche Beispiele haben unsere lieben Kolleginnen, die in Iran unterrichten, schon gegeben. Der ständige Dialog zwischen dem Lehrenden und dem Lernenden ist nicht nur motivierend, sondern auch eine Voraussetzung für den Erfolg. Der Lernende erreicht seine Autonomie schrittweise und benötigt einen festen Plan, mindestens am Anfang des Prozesses. Der Rahmen aber soll in der Regel klar gesetzt werden, d.h. Ziele, Verbindlichkeit, Umfang und Erwartungen, Bewertungen und ihre Konsequenzen.

Eins steht fest Die Portfolio-Arbeit bittet sich als Selbsterfahrung an, wenn längere Arbeitsphasen mit eigenständigen Aktivitäten die Lerner fordern

 

Vorteile der Portfolio-Arbeit

  • fördert das autonome Lernen
  • Gibt dem Lernenden das Gefühl der Freiheit (bei der Auswahl von Themen, Präsentationsform usw)
  • Der Lernende bestimmt die Ziele und die Evaluation
  • Eine Methode, die dem Lernenden besonders hilfreich für seine künftigen Aktivitäten sein kann.

 

Nachteile der Portfolio-Arbeit

  • Zeit, denn diese Methode ist wesentlich zeitaufwändiger als die herkömmlichen Arbeitsverfahren.
  • Diese Methode wird nicht problemlos im Schulalltag realisiert, weil sie den Spagat zwischen Lernerautonomie und Schule als Einrichtung mit strikten Zeit- und Organisationsstrukturen versucht.

 

 

Natürlich werde ich bald mehr Erfahrungen bekommen, was diese Methode anbieten kann und wo ihre Grenzen und ihre Potenziale stehen. Momentan ist alles sehr theoretisch und um ehrlich zu sein, habe keine feste Ahnung, wie ich diese Methode in meinem Unterricht ausprobieren kann.

 

Ich warte auf eure Kommentare.

LG

Dimitris

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Der Umgang mit der Portfolio-Arbeit

Nun ist es so weit, die erste Einheit ist zu Ende und ab jetzt sollen wir uns im Rahmen des MMF Daf3 mit der Portfolio-Arbeit beschäftigen. Was eine Portfolio-Arbeit genau ist, wusste ich eigentlich nicht. Bis jetzt habe ich nur etwas über das Europäische Portfolio für Sprachen erfahren, aber ob es einen Zusammenhang zwischen der zweiten Einheit des Kurses und dem Europäischen Portfolio gäbe, könnte ich nicht Bescheid geben.

Aus diesen Gründen habe ich mich auf die empfohlenen Lektüren (Artikel) konzentriert und habe sie vorsichtig gelesen. Das Kennenlernen einer neuen Methode war für mich fast immer ein motivierender Prozess, wobei ich Hindernisse und Unklarheit zu überwinden hatte. Dasselbe passiert auch hier. Im Überblick der zweiten Einheit ist ganz deutlich eine Definition des Begriffs Portfolio-Arbeit zu finden:

Ein Portfolio

  • dokumentiert, reflektiert und evaluiert Arbeitsprozesse und Methoden und präsentiert sie zusammen mit ausgewählten Ergebnissen
  • ist also eine Sammlung von Lernertagebüchern (Arbeitsprotokollen), einer kritischen Auseinandersetzung mit dem Arbeitsprozess und dem methodischen Vorgehen, einer Bewertung der eigenen Arbeit und Methoden und einiger entstandener Produkte
  • wird in gedruckter Form als Mappe oder in digitaler Form als Word-Dokument, auf Webseiten – oder in einem Blog  erstellt.

Nachdem ich Schritt für Schritt mit den Artikeln von Hannele Kara und Reinhard Donath vertraut gemacht habe, stelle ich fest, dass diese pädagogische Methode nicht so leicht aussieht.

KLASSENPROJEKT / DROGENSUCHT

Arbeitsblatt

B2-Klasse

Thema Drogensucht

ERSTES TREFFEN

1. Aufgabe

Schauen Sie sich das folgende Video an! Worum handelt es sich?

Nachdem Sie die superleichte Frage beantwortet haben, versuchen Sie auf die folgenden Fragen eine Antwort zu geben!

  1. Was sind eigentlich Drogen?
  2. Woher stammt ursprünglich das Wort Drogen?
  3. Warum nehmen Jugendliche Drogen?
  4. Was sind legale und illegale Drogen?

Haben Sie Schwierigkeiten? Kein Problem, denn die folgende Webseite kann Ihnen besonders behilflich sein:

http://www.kmdd.de/jugendliche-was-genau-sind-drogen.htm

ZWEITES TREFFEN

1. Aufgabe

Ein bisschen Musik schadet nicht!

Lückentext WARUM

WARUM?  (interpretiert von Tic Tac Toe)

Für Melanie

wir ______ uns seit Jahren, sind zusammen abgefahren

uns gehörte die _______ und dafür brauchten wir kein Geld

wir haben uns einfach treiben lassen, wir wollten nichts

verpassen

wir wollten nicht so werden wie die Leute, die wir __________

nur ein Blick von dir und ich wusste genau

was du denkst was du fühlst – dieses große ________  unter

Frauen

das hat mich umgehauen

es war völlig klar ich konnte immer auf dich bauen

keine _______ ohne uns, immer mitten rein da zu sein

wo das Leben tobt ohne jedes Verbot

sie war geil diese Zeit, wir waren zu allem _________

und wenn ich heute daran denke und es tief in mir schreit

tut es mir _________ , dass ich nicht härter zu dir war

denn ich ahnte die Gefahr, sie war da sie war nah

sie war kaum zu übersehn, doch ich wollte nicht verstehen

der Wind  hat sich ge_________, es ist zu spät

und WARUM?

nur für den Kick – für den ______________ ?

und WARUM?

nur für ein Stück – von dem falschen Glück?

und WARUM?

nur für den Kick – für den ______________ ?

und WARUM?

du kommst nie mehr zurück – komm zurück…

ab und zu mal einen rauchen mal in andere Welten

___________

das war ja noch o.k., was ich gut versteh

doch dann fing es an mit den Sachen

die warn weniger zum __________

doch du musstest es ja machen

ich stand nur daneben konnte nicht mehr mit dir reden

alles was du sagtest war: das ist mein Leben

mein Leben das gehört mir ganz ______ und da mischt

sich keiner ein

lass es sein lass es sein – das schränkt mich ein

ich sah dir in die ________ sie warn tot sie warn leer

sie konnten nicht mehr _________ sie warn müde sie warn

schwer

du hattest nicht mehr viel zu geben denn in deinem neuen Leben

hattest du dich voll und ganz an eine fremde __________

ergeben

Geld Geld Geld nur für Geld hast du dich gequält

um es zu bekommen,

wie ____________ – so zerronnen

dafür gingst du aufn Strich aber nicht für dich

sondern nur für deinen Dealer mit dem Lächeln im ___________

und…

Sind Sie sicher, dass Sie alle Lücken richtig ergänzt haben? Hier können Sie den vollständigen Text (Lyrics) des Liedes finden:

http://www.elyrics.net/read/t/tic-tac-toe-lyrics/warum-lyrics.html

Möchten Sie mehr über diese Popgruppe erfahren? Besuchen Sie die folgende Webseite!

http://de.wikipedia.org/wiki/Tic_Tac_Toe_%28Band%29

http://www.myspace.com/tictactoegermany

FRAGEN ZUM LIED

  1. Wie würden Sie die Beziehung, die die Sängerin zu Melanie hatte, bezeichnen? Handelt es sich um eine echte Freundschaft? (Kommentieren Sie bitte mindestens zwei Beiträge von Ihren Mitschülern)
  2. Wie haben die beiden Mädchen ihre Zeit verbracht?
  3. Was bedeutet der Ausdruck ´die Gefahr sie war da, sie war nah´?
  4. Warum ist es jetzt zu spät ?
  5. Was verstehen Sie unter dem Ausdruck: nur ein Stück von dem falschen Glück?
  6. Wie würden Sie reagieren, im Falle, dass Sie eine Freundin wie Melanie hätten? (Kommentieren Sie bitte mindestens zwei Beiträge von Ihren Mitschülern)
  7. Was glauben Sie? Können solche Lieder die Jugendlichen sensibilisieren? Wenn ja, warum? Wenn nein, warum nicht? (Kommentieren Sie bitte mindestens zwei Beiträge von Ihren Mitschülern)

Wichtige Hinweise! Vergessen Sie nicht den entsprechenden Wortschatz und die angebotenen Online-Hilfen (wie Online-Wörterbücher, Wikipedia usw) zu benutzen, die im Internet oder in meinem Blog zu finden sind.

DRITTES TREFFEN

1. Aufgabe

Arbeiten Sie zu zweit oder zu dritt und finden Sie Informationen über das Buch und/oder den Film Christiane f wir Kinder vom Bahnhof Zoo und schreiben Sie Ihre Meinungen/Kommentare/Eindrücke/Charakterisierungen darüber in Ihrem Blog.

2. Aufgabe

Vergessen Sie nicht die Blogs der anderen Teilnehmer zu besuchen und Kommentare hinterzulassen!

Falls Sie Fragen haben, stehe ich selbstverständlich ich zu Ihrer Verfügung und bin jeden Tag per E-Mail erreichbar.

3. Aufgabe (Evaluationsphase)

Sie meinen, Sie kennen sich jetzt gut aus? Dann zeigen Sie beim folgenden Quiz, was Sie drauf haben. Je schneller Sie sind, umso mehr Punkte erhalten Sie. Sie können nach dem Test Ihr Ergebnis auf unsere Blogseite veröffentlichen! Wer ist der beste und schnellste? Da bin ich aber gespannt!

http://www.kmdd.de/Quiz-spielen.htm

4. Aufgabe

Sie sind so weit. Aber Sie sollen auch ein bisschen für Ihren Ruf sorgen! Wie  wäre es mit einer alphabetischen Wortliste mit Wortschatz zum Thema Drogen? Sie haben schon vieles übernommen und sie kennen sich gut aus. Sie können jetzt zu zweit oder zu dritt arbeiten und eine Wortliste mit der entsprechenden Erklärung (auf Deutsch bitte) bilden. Teilen Sie die Buchstaben und veröffentlichen Sie Ihre Einträge. Ich wünsche Ihnen viel Erfolg!